Europa

Weniger Unternehmenspleiten in West- und Osteuropa

In Westeuropa sinkt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen. Die EU-15-Länder – zuzüglich Norwegen und der Schweiz – verzeichneten im Jahr 2015 insgesamt 174.891 Unternehmensinsolvenzen. Im Vergleich zu 2014 (182.132) verringerte sich die Zahl der registrierten Insolvenzfälle um 4,0 Prozent. Bereits im Jahresvergleich 2013/14 war das Insolvenzgeschehen in Westeuropa rückläufig gewesen; damals mit einem Minus von 5,5 Prozent. Trotz der positiven Entwicklung liegt die Zahl der jährlichen Insolvenzen weiter über dem Stand vor Ausbruch der Finanzkrise (2008: 149.700 Unternehmensinsolvenzen).

Deutliche Entspannung in Westeuropa – Osteuropa im Schatten der Ukraine-Krise

Erstmals seit dem Ausbruch der Finanzkrise ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Westeuropa deutlich gesunken. In den EU-15-Ländern zuzüglich Norwegen und der Schweiz wurden im Jahr 2014 insgesamt 179.662 Unternehmensinsolvenzen registriert. Im Ver-gleich zum Vorjahr (189.855 Insolvenzen) verringerte sich die Zahl der Fälle um 10.193 Fälle bzw. um 5,4 Prozent. Auch in der Eurozone verringerten sich die Insolvenzzahlen (147.649 Fälle; minus 4,6 Prozent). Trotz dieser Positiventwicklung liegt die Zahl der jährlichen Insolvenzen in weiten Teilen Europas noch deutlich höher als vor Beginn der Wirtschaftskrise.