Europa

Wirtschaftsaufschwung und günstige Finanzierung sorgen für weniger Insolvenzen

Die konjunkturelle Erholung in Europa lässt die Insolvenzzahlen weiter sinken. In Westeuropa (EU-15-Länder sowie Norwegen und Schweiz) wurden im Jahr 2017 insgesamt 164.181 Unternehmensinsolvenzen registriert (2016: 171.413). Das ist der niedrigste Stand seit 2008. Im Jahresvergleich 2016/2017 war ein Rückgang um rund 7.200 Unternehmen bzw. 4,2 Prozent zu verzeichnen. Auch in Mittel- und Osteuropa verringerten sich im Jahr 2017 die Unternehmensinsolvenzen. Die Fallzahlen nahmen um 12,8 Prozent auf insgesamt 86.879 Fälle ab (2016: 99.629).

Entspannung in Westeuropa setzt sich fort

Im Jahr 2016 sind in Westeuropa (EU-15-Länder sowie Norwegen und Schweiz) 169.455 Unternehmen in die Insolvenz gegangen. Im Vergleich zum Vorjahr (2015: 175.154) waren das rund 5.700 Unternehmen bzw. 3,3 Prozent weniger. Das dritte Jahr in Folge sank die Zahl der Firmeninsolvenzen, die somit den niedrigsten Stand seit 2008 erreichten. Grund hierfür: In vielen europäischen Ländern hatte die konjunkturelle Erholung zuletzt Fahrt aufgenommen. Bislang jedenfalls waren größere Bremswirkungen aufgrund der politischen Ungewissheiten wie dem Brexit oder dem Außenhandelskurs der neuen US-Regierung noch nicht erkennbar.