Deutschland

Handwerk bleibt auf Wachstumskurs

Der Start in das Jahr 2017 ist dem deutschen Handwerk gut gelungen. 68,4 Prozent und damit die überwiegende Mehrzahl der knapp 1.300 befragten Betriebe gab der aktuellen Geschäftslage die Noten „sehr gut“ oder zumindest „gut“. Die Stimmungslage befindet sich somit weiter auf einem Rekordhoch und ist noch etwas besser als vor Jahresfrist. „Störfaktoren“ wie der Brexit im vergangenen Jahr oder die abermals gestiegenen Energiepreise konnten der Handwerkskonjunktur – bisher – keinen Schaden zufügen. Vor allem aufgrund der kräftigen Binnennachfrage setzte sich der Wachstumskurs hierzulande fort. Das Fundament der guten Konjunktur bildeten erneut die baunahen Handwerke. Auch das Kfz-Gewerbe meldete eine merklich verbesserte Geschäftslage.

Lieferanten gewähren längere Zahlungsziele

Die halbjährliche Auswertung des Creditreform Debitorenregisters Deutschland für das 2. Halbjahr 2016 zeigt eine Ausweitung der Forderungslaufzeiten. Im Durchschnitt mussten Lieferanten und Leistungserbringer 42,29 Tage Geduld aufbringen, bis Rechnungen bezahlt wurden (2. Halbjahr 2015: 40,78 Tage). Grund für die Verzögerungen war im Wesentlichen eine Verlängerung der eingeräumten Zahlungsziele, der Zahlungsverzug blieb weitgehend unverändert. So gewährten Gläubiger im Schnitt 32,28 Tage Zahlungsziel – das waren 1,46 Tage mehr als ein Jahr zuvor.