Deutschland

Rückgang der Insolvenzen verlangsamt sich

Der Rückgang der Insolvenzen setzte sich im 1. Halbjahr 2018 fort. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen nahm um 3,3 Prozent auf 9.900 Fälle ab (1. Halbjahr 2017: 10.240). Bei den privaten Verbrauchern waren 34.300 Insolvenzen zu verzeichnen (1. Halbjahr 2017: 36.080). Das war ein Rückgang um 4,9 Prozent. Die Gesamtzahl aller registrierten Insolvenzfälle, zu denen u. a. auch Insolvenzen ehemals Selbstständiger zählen, verringerte sich in den ersten sechs Monaten um 3,8 Prozent auf 56.100 Fälle (1. Halbjahr 2017: 58.310). Im Vorjahr betrug der prozentuale Rückgang noch 6,0 Prozent.

Risikosituation deutscher Unternehmen

Die konjunkturelle Entwicklung in 2017 ging mit weiterhin rückläufigen empirischen Ausfallraten im deutschen Unternehmenssektor einher. Von den rund 2,8 Mio. deutschen Unternehmen fielen im abgelaufenen Jahr 1,44% der Firmen aus. Somit folgt die Default Rate seit 2009 (2,17%) einem stabilen Abwärtskanal, auch wenn sich sicherlich eine allmähliche Bodenbildung auf dem inzwischen erreichten sehr niedrigen Niveau abzeichnet. In 2016 hatte der entsprechende Wert mit 1,45% nur unwesentlich höher gelegen.