Deutschland


Forderungslaufzeiten steigen, Risiken für Lieferanten nehmen zu

Bei B2B-Geschäftstransaktionen in Deutschland treten immer häufiger Zahlungsverzögerungen auf. Zwischen Januar und Juni 2019 betrug die durchschnittliche Verzugsdauer 10,78 Tage. Im 1. Halbjahr 2018 waren Rechnungen im Durchschnitt noch 10,59 Tage überfällig gewesen. Der Zahlungsverzug hat damit in den vergangenen Monaten weiter zugenommen, Rechnungen wurden vermehrt verspätet bezahlt. Für Gläubiger und Kreditgeber steigt damit das Risiko eines Zahlungsausfalls.

Insolvenzen gehen weiter zurück

Die Insolvenzen in Deutschland waren auch im 1. Halbjahr 2019 rückläufig. Die Gesamtzahl aller registrierten Insolvenzfälle verringerte sich um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 54.300 Fälle (1. Halbjahr 2018: 56.050). Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen nahm um 2,6 Prozent ab, so dass in den ersten sechs Monaten 33.400 private Verbraucher Insolvenz anmelden mussten (1. Halbjahr 2018: 34.280). Bei den Unternehmen war noch ein leichter Rückgang um 0,4 Prozent auf 9.900 Fälle zu verzeichnen (1. Halbjahr 2018: 9.940). Die Zahl der sonstigen Insolvenzen verringerte sich um 7,0 Prozent (11.000 Fälle).