Deutschland

Insolvenzen gehen weiter zurück

Die Insolvenzen in Deutschland waren auch im 1. Halbjahr 2019 rückläufig. Die Gesamtzahl aller registrierten Insolvenzfälle verringerte sich um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 54.300 Fälle (1. Halbjahr 2018: 56.050). Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen nahm um 2,6 Prozent ab, so dass in den ersten sechs Monaten 33.400 private Verbraucher Insolvenz anmelden mussten (1. Halbjahr 2018: 34.280). Bei den Unternehmen war noch ein leichter Rückgang um 0,4 Prozent auf 9.900 Fälle zu verzeichnen (1. Halbjahr 2018: 9.940). Die Zahl der sonstigen Insolvenzen verringerte sich um 7,0 Prozent (11.000 Fälle).


Risikosituation deutscher Unternehmen

Die empirische Ausfallrate deutscher Unternehmen ist im Jahr 2018 erneut leicht gesunken. Nach 1,44% in 2017, fielen von den rund 2,8 Mio. deutschen Unternehmen im abgelaufenen Jahr 1,41% aus. Somit folgt die Default Rate seit 2009 (2,17%) ihrem rückläufigen Trend. Wie schon im Vorjahr fiel der Rückgang jedoch relativ moderat aus, was darauf hindeutet, dass die Talsohle des Ausfallrisikos deutscher Unternehmen langsam erreicht sein dürfte.